Wie die renommierte Unternehmensberatung Deloitte ermittelt hat sind in den letzten 150 Jahren durch die Penetration innovativer Technologien Arbeitsplätze entstanden, wo man es nicht vermuten würde.

Seit den 1950er Jahren beispielsweise hat sich die Beschäftigungszahl in der Gastronomiebranche vervierfacht; ähnlich ist es bei niedergelassenen Friseuren, die von der erhöhten Kaufkraft ihrer Kunden profitieren und auf die gestiegene Nachfrage mit Neueinstellungen reagieren. In den letzten 100 Jahren sank die Anzahl der in der Landwirtschaft angestellten Arbeiter um 95%. Diametral entgegen stehen dem die Entwicklung der Anzahl an Pflegekräften, die allein in den letzten zwei Jahrzehnten um 909% zunahmen und der in ausbildenden Berufen Beschäftigten, die um 508% anstiegen. Diese Verschiebungen seien unvermeidbar gewesen, gestern wie heute.

Welt im Wandel: Von Bismarck zu Merkel, von Blut und Eisen zu Kopf und Gefühl

In die Zukunft blickend sagen die Autoren Ian Stewart, Debapratim De und Alex Cole voraus, dass die Entwicklungen besonders sichtbar in der Agrarwirtschaft und dem herstellenden Gewerbe sichtbar werden würden, wo repetitive und physisch anstrengende Arbeiten von Robotern und kognitiv anspruchsvollere Arbeiten von Menschen ausgeführt werden müssen. Wer nicht Opfer dieses Wandels werden will, dürfe sich ihm nicht verstellen.

Die Studie, die von der Society of Business Economists mit dem Rybczynski-Preis ausgezeichnet wurde, bemängelt den Fokus auf die zerstörerische Natur von Innovationen und erklärt diese Fehleinschätzung damit, dass die Konsequenzen direkter beobachtbar seien, als die schöpferischen Aspekte.

Zum Bericht geht es mit untenstehendem Link:
https://www.theguardian.com/business/2015/aug/17/technology-created-more-jobs-than-destroyed-140-years-data-census

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